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Zu spät.
Aber: Im April 2005 erscheint lit05.de zum Thema: „Die Poesie der Politik“.
Im Mittelpunkt stehen dann die Veränderungen des Politischen seit der deutschen Wiedervereinigung – seine Medialisierung, seine Entertainisierung, seine Problematisierung, seine Legitimierung, vor allem: seine Literarisierung und Narrativierung. Immer deutlicher wird, dass die Politik den Schein braucht – ob dies aber auch ein ‚schöner Schein’ ist?
Wie wird von der Politik erzählt? Wie wird in der Politik erzählt? Wie inszeniert sich Politik, wie inszenieren sich Politiker – und: wie werden sie inszeniert? In Wahlkämpfen, in Reden, in Interviews, auf Fotostrecken, in Biographien und Autobiographien, in Romanen und Erzählungen? Wie stehen die Literaten zur Politik? Wie steht die Politik zur Literatur? Und welche Poetik und welche Poesie braucht es eigentlich, um ein so komplexes System wie die Politik überhaupt erzählbar und damit zumindest im Ansatz verstehbar zu machen?
lit05.de braucht dafür eine Bestandsaufnahme, die nicht mehr den alten Mustern der Kritik folgt (gut und böse, schwarz und weiß, links und rechts, Betrug und Wahrheit, Herrscher und Unterdrückte, Ausbeuter und Ausgebeutete), sondern die versucht der Komplexität des Gegenstandes nachzuspüren – in Skizzen, Snapshots, Analysen, Essays, Rezensionen, Porträts, Gesprächen mit Experten etc.
Wer an der Universität Hildesheim oder der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und bei der neuen Ausgabe mitmachen will, ist herzlich willkommen. Nur folgendes ist zu beachten:
1. Bis zum 15. Januar 2005 müssen Exposés zu einzelnen Projekten bei der Redaktion eingegangen sein. Umfang: 1500 Zeichen. Wer, was, wie, warum, These. Per Mail an
expose@lit05.de.
2. Von der Redaktion kommt dann eine Rückmeldung. Das Projekt wird gemeinsam problematisiert und, wenn es angenommen wird, fixiert: Länge, Form und – wichtig! – Abgabetermin.
3. Der fertige Text wird dann von der lit05.de-Redaktion gemeinsam mit dem Autoren bzw. der Autorin lektoriert, redigiert und korrigiert. Oder einfach nur gefeiert.
4. Wenn der Text dann wie besprochen abgeliefert wird – mit Angaben, mit Bildern etc. (siehe >>style sheet!) – erscheint er im April auf lit05.de.
5. Die Autoren werden mit Bild und Adresse auf der Mitarbeiterseite von lit05.de präsentiert.
Selbstverständlich behält sich die Redaktion vor, Exposés und Texte abzulehnen – aber wir tun alles für das Gegenteil.
P.S. In den Regalen des Hypermarchés ist im Übrigen immer Platz für Neuzugänge; und auch unsere Literaturgeschichte der Provinz in Bruchstücken hat noch viele Lücken, die ausgefüllt werden müssen.
Also: Es ist nie zu spät!
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